讃美歌21 170 わが魂よ、主をたたえよ
                          Du meine Seele singe
創造主にして全能者の神を全身全霊をもってほめたたえるひとこと、一言が心の奥底までに沁みわたり、祈らずにはおれません。ドイツの讃美歌らしい重厚さが心に響きます。作詞者であるパウル・ゲルハルト(1607-1676)の作品はドイツ讃美歌集にも多くが収録されていますが、生涯に140もの讃美歌詞を著したといわれています。ルターのドイツ語聖書とグリムの童話とゲルハルトの讃美歌、この三つがドイツで一番広く愛されている詩文だと言われています。
                                                      (参照文献:「信徒の友」さんびかものがたり4 川端純四郎著)
1
わが(たましい)よ、(しゅ)をたたえよ、
いのちの(かぎ)り われは(うた)う。
あらゆるものは みな(しゅ)のもの。
()ける(かぎ)りは (かみ)をたたえん。

2
ヤコブの(かみ)に ただひたすら
(たよ)れるものは ()いなり。
いかによきかな、その(のぞ)みを
われらの(かみ)に つなぐものは。

3
(てん)()(うみ) ()けるものを
すべて(つく)りし (しゅ)なる(かみ)
(めぐ)みのみわざ ()(かがや)く。
(ちから)()てる (かみ)をたたえん。

4
正義(せいぎ)真実(しんじつ)(しゅ)はつらぬき
しいたげられし (たみ)をまもり
(うえ)(かわ)(もの) (かえり)みたもう。
そのみことばの (かた)るごとく。

5
()(くら)(みち) さまようもの、
(のぞ)みなき()を (なげ)くものよ、
(ひかり)(しゅ)こそ なぐさめぬし。
(しゅ)(とも)なり (はげ)ましたもう。

6
ああ、(しゅ)のほまれ いかにたたえん。
(しゅ)はとこしえに われらの(おう)
わが(たましい)よ、(しゅ)をたたえよ、
いのちの(かぎ)り (しゅ)にハレルヤ。
1. Du meine Seele, singe,
Wöhlauf, und singe schön
Dem, welchem alle Dinge
Zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben
Hier preisen auf der Erd,
Ich will ihn herzlich loben,
So lang ich leben werd.

2. Ihr Menschen, laßt euch lehren,
Es wird sehr nützlich sein:
Laßt euch doch nicht betören
Die Welt mit ihrem Schein.
Verlausse sich ja keiner
Auf Fürstenmacht und gunst,
Weil sie wie unser einer
Nichts sind, als nur ein Dunst.

3. Was Mensch ist, muß erblassen
Und sinken in der Tod:
Er muß den Geist auslassen,
Selbst werden Erd und Kot.
Allda ists dann geschehen
Mit seinem klugen Rat
Und ist frei klar zu sehen,
Wie schwach sei Menschentat.

4. Wohl dem, der einzig schauet
Nach Jacobs Gott und Heil;
Wer dem sich anvertrauet,
Der hat das beste Teil,
Das höchste Gut erlesen,
Den schönsten Schatz geliebt,
Sein Herz und ganzes Wesen
Bleibt ewig unbetrübt.

5. Hier sind starken Kräfte,
Die unerschöpfte macht,
Das weisen die Geschöfte,
Die seine Hand gemacht:
Der Himmel und die Erde
Mit ihrem ganzem Heer,
Der Fisch unzählig Herde
Im großen wilden Meer.





6. Hier sind treuen Sinnen,
Die niemand Unrecht tun,
All denen Gutes gönnen,
Die in der Treu beruhn.
Gott hält sein Wort mit Freuden,
Und was er spricht, geschicht,
Und wer Gewalt muß leiden,
Den schützt er im Gericht.

7. Er weiß viel tausend Weisen,
Zu retten aus dem Tod,
Ernährt und gibet Speisen
Zur Zeit der Hungersnot,
Macht schöne rote Wangen
Oft bei da sind gefangen,
Die reißt er aus der Qual.

8. Er ist das Licht der Blinden,
Erleuchtet ihr Gesicht,
Und die sich schwach befinden,
Erliebet alle Frommen,
Und die ihm günig feind,
Die finden, wenn sie kommen,
An ihm den besten Freund.

9. Er ist der Fremden Hütte,
Die Wassen nimmt er an,
Erfüllt der Witwen Bitte,
Wird selbst ihr Trost und Mann;
Die aber, die ihn hassen,
Bezahlet er mit Grimm,
Ihr Haus und wo sie saßen,
Das wirft er üm und üm.

10. Ach, ich bin viel zu wenig,
Zu rühmen seinen Ruhm!
Der Herr allein ist König,
Ich eine welke Blum.
Jedoch weil ich gehöre
Gen Zion in sein Zelt,
Ists billig, daß ich mehre
Sein Lob vor aller Welt.







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